
Decke auf dem Kopf ?
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6. März 2024Schlagt uns Frauen vor, die Euch beeindrucken!
Was für eine coole Idee von der Zeitschrift „Brigitte“, auch wenn ich diese seit Jahren nicht mehr lese. Frauen für den Shero-Award vorschlagen, ich?! Aus meinem !! persönlichem Umfeld? Da fielen mir doch sofort zwei Frauen ein:
Sybille Schmadalla und ihr Kampf im BAMF um die verkrusteten Strukturen dort aufzubrechen und das BGleiG mit Leben zu füllen. Inzwischen hat sie sogar eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt und kämpft für ein angemessenes Gehalt einer Bundesgleichstellungsbeauftragten. Ja, da fiel mir die Nominierung doch ganz leicht.
Die zweite Frau ist auf ihre Art genauso taff, im Gegensatz von Sybille Schmadalla aber inzwischen einem großen „Publikum“ genannt: Roma Maria Mukherjee. Eine Frau, die sowohl auf X (früher Twitter) und Instagramm kleine, wirklich kleine Accounts unterhielt. Und in einem davon vor der Unterwanderung von Handarbeitszirkeln mit rechtem Gedankengut warnte. Dieser Tweet wurde weitergereicht und ist inzwischen unfreiwillig in dem Bestseller „Willkommen im falschen Film“ von Monika Gruber und Andreas Hock aufgetaucht. Die Autorin Frau Gruber macht sich in einem Kapitel über Frau Mukherjee lustig, beleidigt sie rassistisch und kommt, ja, frau höre und staune, beim Gericht in Hamburg damit durch, in der ersten Instanz.
„Causa Piper“ als weiteres Stichwort dazu, denn das Buch ist im Piper-Verlag erschienen. Der Verlag zeigt Null Unrechtsbewusstsein und verdient mit der schrecklichen Geschichte richtig Geld. Denn viele, die der rechten Szene zuzurechnen sind, scheinen dieses Buch zu kaufen…
Seit dem Erscheinen, denn Frau Mukherjee wird dort mit Klarnamen genannt, bekommt diese Frau Drohungen der übelsten Art, Beleidigungen sowieso. Terror!
Ein wenig davon bekomme ich auf Instagram mit, ein bißchen habe ich gegoogelt. Ich finde diese Frau unheimlich mutig, denn sie knickt nicht ein, gibt dem Druck nicht nach, macht sich weder klein noch unsichtbar. Sie nimmt dem Kampf auf. Und weil Streiten in Deutschland teuer ist, hat sie sich entschlossen, wahrscheinlich eher überwunden, im Rahmen einer Crowdfunding-Maßnahme um Spenden zu bitten. Mir gefällt das.
Denn nach dem, was als Begründung für das Unterliegen in der ersten Instanz im Urteil steht, kann dieses Schicksal nicht nur jede/n treffen, sondern SCHUTZLOS! Mir geht es um das „schutzlos“. Denn nach dem Pressesenat des Hamburger Landgerichts kann jede Person, die einen Account bei Sozialen Medien betreibt, mit einem Fingerschnippen zu einer „Person des öffentlichen Lebens“ erklärt werden. Völlig losgelöst (Major Tom kommt mir da gerade in den Sinn) von der tatsächlichen Follower-Anzahl. Ja. Da fällt mir nicht mehr viel zu ein.
Ach ja, und Satire wird inzwischen auch deutlich anders definiert als ich es noch in meiner Schulzeit lernte. Wenn Richter Recht sprechen, schreibe ich da nur.
Ich habe den einen und anderen Link angefügt. Aber ob das mit dem Öffnen dieses mal klappen wird, ist wie immer ein Mysterium meiner Website.
Unabhängig davon: Welche Frau schlagt Ihr denn vor? Mitmachen ist ganz einfach und noch bis zum 13.03.2024 möglich. Traut Euch!
https://www.brigitte.de/aktuell/brigittes-shero-award–schlagt-uns-frauen-vor–die-euch-beeindrucken-13773178.html




