
Vb -Verhandlungsbasis
16. Juni 2022
„Harte“ Arbeit
25. Juni 2022Es ist Zeit für den Blog der Woche, ich bin deutlich im Rückstand, aber wer hetzt mich außer ich mich selbst? Es ist mein Blog, ich bestimme, ja, und trotzdem ist da das Gefühl der Verpflichtung meiner Leserschaft gegenüber. Als wenn das sooo viele wären, aber jede/r Einzelne zählt.
Was ist seit der letzten Woche alles passiert? Rasch ist die Zeit vergangen. Husch, weg sind die Sekunden, Minuten, Tage und, schwupps, eine ganze Woche.
Die Papiere für das Haus in X kamen zwei Tage später, aber da waren wir schon nicht mehr interessiert, so schnell verändert sich die Perspektive, das Wünschen und Wollen. Während wir auf die Übersendung der Unterlagen warteten, ploppte im Internet ein neues Objekt auf, tatsächlich neu, und von der Beschreibung her noch besser passend als das bisherige. Flugs einen Besichtigungstermin vereinbart und am Samstag sprach Kind dort vor. Guckte sich alles an und sagte statt „Ich überlege es mir. “ „Ja, ich will.“ Das wollten Makler und Verkäufer auch, aber erst die Mutter kennenlernen. Also düste ich am späten Montagnachmittag nach Helmbrechts zum Haus besichtigen, mich vorstellen. Das Objekt liegt nicht in Helmbrechts selbst, sondern, ja, recht ländlich. Ist das überhaupt ein Dorf? Diese dahin gewürfelten Häuser? Hausnummern nach Entstehungsreihenfolge, nicht nach Sinn? Hoffentlich wird da nie ein Notarzt gebraucht! Ja, von außen sah das Haus ganz nett aus, das Maklerehepaar kompetent. Also Objekt besichtigt, an den richtigen Stellen kluge Fragen gestellt wie „Radonbelastung im Keller? Im Fichtelgebirge? Ich habe da gerade einen Artikeln gelesen…“, als mit mehr als deutlich gemacht wurde, dass die Wohnräume im Keller doch toll wären und natürlich nicht in der Wohnflächenberechnung enthalten. Der Makler wurde still und erzählte dann nur etwas von Sanierungsmaßnahmen in öffentlichen Gebäuden. Aha! Auch eine Antwort. Noch zwei oder drei so Dinger, ich konnte nicht anders. Nur weil die Makler nicht glaubten, dass ein 25-Jähriger sich ein Haus kaufen kann, alleine, musste ich dahin. Okay, aber dann auch das volle (Mutter)programm. Nett, höflich, bestimmt. Ja, wir wollen. Aber nicht irgendwann einziehen, sondern spätestens zum Oktober und Notarvertrag relativ zeitnah. Per Handschlag wurde der Deal bekräftigt.
Bei diesem Haus ist auch nicht alles Gold, was glänzt, aber wir kaufen uns keine Arbeit! Vieles ist wirklich neu gemacht, gut gemacht, das Grundstück ist sehr groß, die Einöde allerdings auch sehr leer…
Deutlich besser als das letzte Angebot. Also trotz Zusage am Ende eine Absage. Gesunder Egoismus! Wir haben nach mehr als vier Jahren Plackerei Ruhe und Entspannung verdient. Und bis dahin sind es noch ein paar Monate, mir graut es, wenn ich an den Umzug denke! Mich freut es, wenn ich an meinen leeren Keller denke, meinen Kleiderschrank wieder ganz für meine Sachen habe und meine Werkzeuge etc. nicht mehr auf fünf und mehr Stellen verteilt sind!
Und sonst? Gestern mit einer alten Freundin essen gewesen, nein, mittelalt, so wie ich. Essen war gut, Unterhaltung auch, richtige Freude, sie nach so langer Zeit wieder zu treffen. Es gab so viel zu erzählen. Also muss mindestens ein zweites Abendessen her.
Heute gab es das Schauspiel „Heizungsbauer Teil 7“ in meiner Mietwohnung. Zumindest die Heizung soll jetzt in Ordnung sein, einer von vielen “versteckten Mängeln“. Wie kann ein Vermieter auf die Idee kommen im Mietvertrag ausdrücklich zu schreiben: “Alle sichtbaren und unsichtbaren Schäden werden von einer Fachfirma bis zum Einzugstag beseitigt.“ Und dann ständig zu behaupten, dass es keine Mängel gibt, alles eine Einbildung der Mieterin sei? Gut, ganz so drückt er es nicht aus, aber so schimmert es durch nahezu jede Zeile seiner Schreiben. Inzwischen nur noch über Anwalt, ich mag nicht mehr. Ich bin schon fast so weit, nur um endlich in meiner Wohnung anzukommen und Herrin wieder meiner Zeit, und nicht die Zeitsklavin der Handwerker zu sein, die Mängel wie defekter Siphon oder bröselnde Küchenleiste selbst zu beheben. Aber nur fast, bis heute, zumindest. Die Vermieterin dagegen kommt immer mit moralischer Erpressung „Die Miete ist Teil unserer Altersvorsorge!“ Auch nicht nett. Was soll das denn? Zumindest bei mir den Zweck verfehlt, ich empfinde dieses Verhalten inzwischen nur noch als unverschämt. Ich kenne die tatsächlichen finanziellen Verhältnisse nicht, aber so wie die sich gegeben haben und aufsprachen, nagen sie nicht am Hungertuch! Und selbst wenn, ist moralische Erpressung nicht die feine englische Art. Naja, kommen aus Norddeutschland.
Hunger, da war doch was: Frühstücksverabredung am Montag und ausgerechnet die Langzeitaffäre als Vertriebler hatte sich verfahren, ich musste so lachen als ich das las. Da war der Hunger dann für einen Moment vergessen😉
So, draußen 33 Grad, ich darf ein Paket zur Post bringen, Platz im Schrank, ebay sei Dank. Hier drinnen ist von den Temperaturen fast nichts zu spüren, die Luft-Luft-Wärmepumpe schnurrt, guter Kauf. Fähige Handwerker! Alles Termin gerecht, super geklappt, mitdenken selbst verständlich, ja, so geht der Umgang mit Kunden auch!
Genug Geplapper, obwohl, will ich nicht noch ein paar Worte über den letzten mir zugeschickten Link verlieren? Sehr interessantes Thema, ich habe viele Worte dazu, nein, heute nur noch wenige: Fortsetzung folgt😊




