Was für eine Persönlichkeitsentwicklung

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6. August 2023

Dienstjubiläum

20. August 2023

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„Ich bin Circe“

Nein, leider nicht. Denn was für reine Entwicklung hat diese Frau, Tochter des Sonnengottes Helios und der Nymphe Perse im Laufe ihres Lebens hingelegt. Alle Achtung! Was für ein Frauenschicksal. Was für ein „das eigene Leben gestalten“. Hut ab👒👒!

Ich mag Homer und die Odyssee, die Ilias, die alten Heldensagen. In dem Buch von Madeline Miller geht es aber nicht um Männer, na gut, am Rande schon ein bisschen, aber im Mittelpunkt steht Circe. Das Buch konnte und wollte ich nicht mehr aus der Hand legen, ich fand es total spannend. Wie sie sich entwickelt. Wie sie als Verbannte beginnt ein selbst bestimmtes Leben zu leben, okay als Hexe heute vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, aber egal. Sich gegen Seefahrer, Krieger, Fischer und andere Männer, einer davon ist Odysseus, der Held von Troja, wehrt. Sie vereinnahmt, zu ihrem Werkzeug macht, aber auch wieder gehen lässt, als es Zeit ist für einen weiteren Entwicklungsschritt. Ja, und dann das überraschende Ende, welches aber für mich absolut folgerichtig ist.

Ja, dieses Buch wurde gehypt, aber meiner Meinung nach völlig zu Recht. Ich halte es auch für Leserinnen ohne Vorkenntnisse in griechischer Mythologie für geeignet, dann dauert das Reinkommen halt länger, so wie bei meine Münchener Freundin. Und🤷?

Mir gefiel dieser Roman vor allem auch wegen der Parallele zu meinem eigenen Leben, partiell, klar, nur ein wenig, aber für mich beim Lesen durchaus vorhanden.

Circe hatte das „Problem“ des Nicht-Gesehen-Werdens, des Unsichtbar-Seins, ihre Geschwister standen immer mehr im Mittelpunkt. So macht es uns die Ich-Erzählerin zumindest glauben. Und so komme ich mir in meiner Familie ja auch heute mit über 60 Jahren durchaus noch vor: Alle meine Schwestern werden von meinen Eltern „mehr“ gesehen. Ob das tatsächlich so ist, ist irrelevant, das Subjektive zählt. Circe schafft es im Laufe der Geschichte sich sichtbar zu machen, das gefällt mir. Aber noch besser ist, dass sie am Ende die Anerkennung der Anderen nicht mehr braucht zum Glücklichsein. Genau da will ich hin.👏👏