Förderanträge

Froschköniginnenmagazin
15. September 2025
Töchter
23. Oktober 2025
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23. Oktober 2025

Die Tücke steckt im Kleingedruckten

Der „Ayla Richter Froschkönigin Award“ geht in die zweite Runde, definitiv. Schließlich habe ich den Mietvertrag schon unterschrieben und das Datum steht fest, der 06.03.2027.

Für mich besteht die Challenge darin, keinen Cent aus meiner eigenen Tasche dazuzuzahlen, zumindest nicht direkt. Indirekt, mal sehen. Da könnte ich zum Beispiel 10 Exemplare der geplanten Spendenanthologie kaufen und später verschenken…

Gilt es oder gilt es nicht, wenn ich jetzt die Eintragung des „Froschkönigin Award“s als Marke beantrage, auf eigene Kosten? Keine Ahnung, das kann ich ja noch mit mir selbst diskutieren.

Um an Geld zu kommen ist ein Mittel der Wahl zu gucken, wo es Fördermittel gibt und entsprechende Anträge zu stellen. Habe ich inzwischen gemacht.

Das Thema ist spannender als ich dachte. Zum einen ist es gut, dass ich in den letzten Wochen schon ab und zu aktiv war, denn manchmal endet der Antragszeitraum für das nächste Jahr am 30.09.2025. Knapp, aber machbar. Manchmal falle ich aus einer potentiellen Förderung, weil ich den Mietvertrag schon unterschrieb. Gut, hätte ich mich vielleicht vorher schlau machen müssen, aber ich wollte halt meinen Wunschtermin für Planungszwecke und nicht irgendeinen, der nach Antragsprüfung übrigbleibt.
Bei einer Förderung ist mein Projekt zu „günstig“, bei anderen werden nur Vereine mit Gemeinnützigkeit gefördert und an am Ende verbleiben sogar zwei oder drei, bei denen ich Anträge stellen kann.

Dann ist da die Frage, wie viel Geld möchte ich haben. Beim ersten Antrag war ich zu bescheiden, ich könnte mir jetzt vor Wut in den Hintern beißen oder aber daraus lernen. Ich habe eine Deckungslücke von erstmal 10.000,00 €. Und wie viel beantrage ich, damit für andere auch noch was bleibt? Ich, die ich der Meinung bin, dass ich evtl. den Restbetrag auch so zusammen bekomme? Nur 2.500,00 €. Tja. Wäre keinem Mann passiert!! Aber keine der von mir befragten Frauen hätte 100 % eingetragen. Das zeigt, wie wir sozialisiert sind…

Andere fördern 30 % der Gesamtkosten. Oder 30 % der Deckungslücke und rechnen andere, beantragte Förderungen gegen. Und und und. Jeder Antrag ist individuell, auch wenn ich inzwischen eine gewisse Routine entwickle. Schwieriger ist es allemal die Fördertöpfe zu finden. Aber da hatte ich Hilfe.

Gut, und dann sind die Anträge abgeschickt, natürlich alle digital per Mail. Rückmeldung? Eingangsbestätigung? Absolute Fehlanzeige bis auf das Kulturamt der Stadt Bamberg. Die Sachbearbeiterin dort ist unheimlich freundlich und hilfsbereit. Aber ansonsten herrscht das Schweigen im Walde.

Interessant war bei letztem Antrag die Frage, warum ausgerechnet mein Projekt gefördert werden solle? Frauenförderung allein ein bisschen dürftig, oder? Also habe ich den Text wie folgt ergänzt: „Bei der Preisverleihung handelt es sich um ein niederschwelliges Angebot von Kunst gepaart mit Literatur.
Die Preisverleihung macht einen Bereich der Literatur sichtbar, der ansonsten sehr gerne belächelt wird.
Nach meinem Kenntnisstand stehen viele im Selfpublishing verlegten Bücher den von renommierten Verlagen herausgegeben Werken ins nichts nach. Im Gegenteil, sie vielfach sehr innovativ und Schubladen sprengend. Der „Ayla Richter Froschkönigin Award“, ja, dieser Preis ist ein Frauenförderungsprojekt, fördert generell die Sichtbarkeit von Autorinnen.“

Ich hoffe, das überzeugt. Und wenn nicht, tja, dann heißt es hier in Bamberg Klinken putzen und „Patenschaften“ für die einzelnen Trophäen suchen, sprich der Pate/die Patin wird namentlich im Sockel eingraviert.

Und Crowdfunding und tja, was für Ideen hast Du noch?