
Autokauf?
26. Oktober 2024
Halloween war gestern
1. November 2024Maria M. Koch
Wettbewerbsbeitrag beim „Ayla Richter Froschköniginnen-Award“
Es musste ein dünnes Buch sein für das Krankenhaus, denn mit einer Hand das Buch halten sollte möglich sein.
Und ich wollte etwas Leichtes für das Gemüt, falls es hier deprimierend werden würde.
„Liebe“ schien mir da eine gute Wahl zu sein. Und war es dann auch.
Benni ist ‚behindert‘ wie er selbst von sich sagt. Er ist aber auch inzwischen 21 und somit erwachsen. Und trotzdem sagt ihm seine Betreuerin, was er tun soll. Tja.
Benni kann nicht lesen, nicht rechnen, Defizite, hm. Ich kann momentan nicht laufen und putzen. Kein Vergleich und irgendwie doch. Nämlich dann, wenn wir uns darauf konzentrieren, was wir gut können. Benni kann sehr gut riechen. Ich organisieren.
Benni möchte eine Freundin, unbedingt. Jefrau zum Anfassen und Kuscheln. ‚Sex, hm, naja, mal sehen.‘ Das hier sind meine Worte, nicht die der Autorin, nicht die von Benni.
Ja, ich mag Benni. Unverblümt sind oft seine Worte, dann muss ich lächeln. Offen über Sex reden, Tantra ausprobieren. Ganz normal halt trotz aller Einschränkungen.
Und dann ist da noch Bennis großes Herz. Wie er sich um MarieMarie kümmert, toll. Sich zwischen Praktikum und ‚Hasenwanz‘ entscheiden muss. Berührend.
Ich las meiner Mitpatientin ein bisschen aus dem Buch vor, schilderte den Inhalt. Sie erkannte die Tochter einer Cousine wieder…
Lebensnah, heiter, trotz der Problematik dahinter. Dürfen Behinderte sich verlieben? Und wenn ja, in wen?
Wie riecht die Liebe? Ich sinniere seit Tagen 🤭.
Auch wenn ich, inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen, dafür kaum Zeit habe. Ja, dieses Buch hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen 💕




