
Unlearn Patriarchy 2
9. Mai 2024
Psyche und Eros
17. Mai 2024Schmidt ungleich Schmitt
Ich fahre regelmäßig nach München. Großstadt. Dazu passen mein Auto und meine Einparkkünste nur bedingt 🤷. Mein Lieblingshotel war dieses Mal zu teuer, meine Cousine wohnt in einer ganz anderen Ecke und ich wollte auch etwas Neues ausprobieren. Also buchte ich eine Nacht im Red Moon Hotel.
Hm, sah von außen ja ganz nett aus, der Parkplatz war gerade groß genug, sicherheitshalber nahm ich zwei. An der Rezeption wurde ich freundlich empfangen, sagte brav meinen Namen, Schmidt, und erhielt die Zimmerschlüssel. Ich sei ein bisschen spät, hörte ich noch. „Sie wollten doch früher kommen!“ Ich verstand nur Bahnhof, nickte einfach und zog meinen Koffer hinter mir her. „Es ist alles bereit!“ „Das will ich doch hoffen,“ grummelte ich in meinen nicht vorhandenen Bart. Stand vor der Tür, schloss auf und traute meinen Augen nicht! Ein leicht, eher sehr leicht, bekleideter Mann, Sekt im Kühler, angenehme Zimmertemperatur. Wo bin ich? Bei verstehen Sie Spaß? Ich schüttelte den Kopf, immer noch alles da. „Was machen Sie hier?“ „Deine Freundinnen haben zusammengelegt und hier bin ich. Ich bin Mark und stehe zu Deiner Verfügung.“
Na denn, erst ein Glas, noch eins und am nächsten Morgen wachte ich mit einem Brummschädel auf. Rudimentäre Erinnerungen schossen durch meinen schmerzenden Kopf, Mark? Stille. Leere Gläser. Lag da tatsächlich ein Kondom rum? Er hatte an alles gedacht, langsam fügten sich immer mehr Einzelheiten zu einer Geschichte. Strippoker hatte ich immer mal spielen wollen 🤭 Und war gestern deutlich im Vorteil gewesen. Da hatten wir dann den Einsatz gewechselt…
Langsam ging ich duschen, packte meine Sachen zusammen und ging ohne Frühstück zur Rezeption. Dort war es laut, Streit. Mein Schädel!
„Schmitt“ hörte ich. „Verwechslung“, „Entschuldigung“ und „Das wird Ihnen noch leid tun!“ Ich schlich vorbei, legte leise den Schlüssel in die Check-out-Box und ging zu meinem Auto. Ich war also das Opfer einer Verwechslung geworden! Dabei hatte ich mich so gar nicht gefühlt. Ganz im Gegenteil. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen als ich den Blinker setzte und mich auf den Heimweg machte.




