Geht nicht, gibt’s nicht

Frei und allein

23. Oktober 2023

Feldversuch

29. Oktober 2023

Frei und allein

23. Oktober 2023

Feldversuch

29. Oktober 2023

Träume werden wahr oder „etwas geht immer“

Leistungsbeurteilung
Im April 2022 hatte ich einen Blogbeitrag geschrieben über ein Gespräch mit meinem Chef bezüglich meiner anstehenden Beurteilung. In diesem Beitrag, der später der „Zensur“, sprich einem Disziplinarverfahren zum Opfer fiel, hatte ich mir gewünscht, dass ich, wenn ich schon aus „Altersgründen“ nicht die Punktzahl bekomme, die mir meiner Meinung nach unzweifelhaft zusteht, ich wenigstens im „Freitext“ etwas über erbrachte Leistungen lesen möchte.

Mir wurde von allen Seiten gesagt, dass das in Bayern nicht gemacht wird, was ich mir einbilde, was für Ansprüche ich stellen würde und vieles mehr.

Heute bekam die ich lange wegen des Disziplinarverfahrens zurückgehaltene Beurteilung. Vorausgegangen war ein Genöle meinerseits beim Chef, warum denn heute, ich habe keinen Bock auf Stress und überhaupt und sowieso. Wohl wissend, dass es für höflich erzogene Beamtinnen kein Entkommen gibt.

Innerlich auf eine Farce eingestellt, wurde ich sehr positiv überrascht. Plötzlich war mir mein kindisches Verhalten wenige Minuten vorher nur noch unangenehm. Denn was durfte ich in meiner Beurteilung zu meinem größten Erstaunen, zu meiner überschäumenden Freude lesen? Einen persönlichen Text. Den ich ausschließlich, wie mir mehrfach versichert wurde, nur meinem direkten Vorgesetzten zu verdanken habe. DANKE!

Es ist alles wahr, was dort steht, ich weiß es seit langem, einige meiner direkten Kollegen und Kolleginnen auch, aber es so zu lesen, ja, da war ich dann einen winzigen Moment sprachlos.

Damit habe ich mehr erreicht als ich mir beim Schreiben des Blogs vor 18 Monaten jemals zu träumen wagte.

Das zeigt mir aber auch, dass Träume wahr werden können, wenn Frau diese ausspricht und zu Gehör bringt. Dass sich ein gewisser Widerstand lohnt, ein Eintreten für die eigene Sache, ein Zurückstecken und -weichen eben nicht immer der bessere Weg ist. Wir Frauen haben es gar nicht nötig mit unserer Arbeitsleistung immer so bescheiden aufzutreten. Auch wir dürfen, genau wie Männer, stolz sein auf das, was wir erreichen!! Den uns zustehenden Platz einnehmen, sichtbar sein, uns zeigen, für unsere Überzeugungen kämpfen.

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt frau ohne ihr!