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25. Mai 2025
„Was ist denn das schon wieder?“
6. Juni 2025Kurztripp in den Norden
Ich bin müde, schlafe schon seit Wochen nachts schlecht. Lustlos, weil ich eigentlich so viel machen müsste, aber…
Dabei wäscht doch schon die Wäsche, die Küche ist aufgeräumt und der Koffer wieder ausgepackt. Koffer, ja, irgendwie immer zu klein oder zu groß, selten genau passend.
Mein Sohn hatte sich bereit erklärt mit mir an Christi Himmelfahrt nach Norddeutschland zu fahren, eine weitere Trophäe ausliefern. Als „Lohn“ hatte er sich einen Besuch im Heidepark Soltau ausbedungen.
Soltau ist weniger als 80 km von meinem Elternhaus entfernt. Dort zu übernachten und meinen Vater besuchen, keine Option. Ich bin dort unwillkommen! Meine dort schon seit Jahrzehnten nicht mehr lebende Mutter möchte nicht, dass ich ihre ideelle Haushälfe betrete. Und mein Vater hat sich für sie entschieden anstatt für seine Tochter. Tut immer noch weh, wird aber weniger. Trotzdem war es merkwürdig so nah an „Zuhause“ zu sein und dort nicht hinzufahren. Städte- und Dorfnamen, alle bekannt. Erinnerungen kamen hoch, gute und schlechte. So ist das Leben.
Die Ferienwohnung in der Nähe des Heideparks war ganz okay, aber warum sooo viele meinen sie sei 5-Sterne wert? Keine Ahnung. Zumindest der Parkplatz vor der Tür war groß genug.
War der Heidepark jemals gut? Ich weiß es nicht, wir waren früher nur selten da. Als mein Sohn und ich vor fünf Jahren dort waren, hatten wir mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen, die sich erst nach und nach bemerkbar machte. Vielleicht fanden wir es deswegen nur durchschnittlich trotz VIP-Pass?
Freitag waren wir in der Pool-Position, ganz vorne vor dem Tor. Fast hätte ich noch wie Gerhard Schröder beim Kanzleramt an den Streben des Zauns gerüttelt und geschrien „Ich will da rein!“ Aber nur fast.
Wenige Minuten nach Öffnung gab es schon überall Wartezeiten, die minütlich länger wurden. Wer dem Personal beim Arbeiten zusah, wusste warum. Der Park halbvoll und überall lange Schlangen. Keine Ausschöpfung der vollen Kapazität. Unmöglich.
Anscheinend wollen die Betreiber den Gewinn maximieren durch den Verkauf diverser Expresskarten. Platin kostet zusätzlich zum Eintrittspreis 95 €. Lange überlegt, ob ich das meinem Kind gönne, mich dann aber dagegen entschieden. Immerhin betrug der Eintritt schon mehr als 50,00 € pro Person. Tja. Essen war auch sehr teuer, kein Wunder, dass die Plätze weitestgehend unbesetzt waren. Ja, wir ärgerten uns.
Ostern waren wir im Europapark gewesen, absolute Hochsaison am Ostersamstag. Der Park brechend voll und die Wartezeiten kürzer. Und für mich als Wartende alles irgendwie ein bisschen schicker. Egal. Wir machten am frühen Nachmittag frustriert die Biege und gönnten uns in Soltau erstmal richtig große Eisbecher. Gefühlt war Essen gehen, Frühstücken etc. deutlich günstiger als hier in Bamberg.
Gestern dann bei IKEA in Großburgwedel auf dem Parkplatz das, weswegen wir überhaupt die Fahrt in den Norden unternommen hatten: Übergabe der Trophäe „Tod und Verderben“ an die Autorin des Siegerbuchs in dieser Kategorie. Ja, es war schön diese Frau zu treffen, wenn auch nur kurz. Ein bisschen zu plaudern, auch wenn die nebenstehenden Söhne mehr oder weniger mit den Hufen scharrten.
Sich auszutauschen über den „Ayla Richter Froschkönigin Award“ und ihre Bedeutung für die Selfpublisherinnen. Zu sehen, was die Wertschätzung des Schreibens bewirken kann. Die Freude und Hoffnung auf ein nächstes Mal. Die angebotene Unterstützung, auch finanzieller Art. All dies hat mich bestätigt das „Richtige“ zu tun, den Award 2026/27 wieder durchzuführen. Zwar mit Orga-Team und so, aber ja. Gemeinsam können wir es schaffen, dass sich dieser Literaturpreis etabliert. Das wäre doch schön, wenn aus einem „Dann mach doch selbst einen Preis!“ etwas Bleibendes wird.
Anschließend sind wir dann ganz entspannt genau nach Navi zurückgefahren. Kein Stau, nichts. Durch den Harz, über die A 38. Ungewohnte Ausblicke für mich als Beifahrerin.
Und ja, seit gestern Abend bin ich wieder in Bamberg. Meine Güte, was für eine Hitze. Das Thermometer auf dem Balkon zeigte deutlich über 30 Grad an. Die Wohnung war zum Glück schön kühl, ich hatte vorsorglich alle Rollladen runtergelassen. Aber heute soll die Hitze ja eh vorbei sein. Dann kann ich nach dem Frühstück ja arbeiten. Ist ja noch weit vor Acht, momentan. Und die Wäsche durch. Passt.





