„Luft“

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Feminismus für alle

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Die „offene Bühne“ ruft, am 24.06.2023 ab 19.00 Uhr ist es wieder soweit

„Luft“ ist das Thema bei der nächsten „Offenen Bühne“ in der Buchhandlung Rauch & König am 24.06.2023. Und da möchte ich hin. Also brauche ich einen Beitrag.

Luft, dazu fällt mir zunächst nur sehr wenig ein:

  • Sauerstoff
  • Atmen
  • Luftig
  • Dicke Luft
  • Da bleibt mir die Luft weg,
  • Da ist noch Luft nach oben.
  • Luftlinie
  • Luftveränderung
  • sich Luft machen

Langsam komme ich in Fahrt. Aber die Redewendungen und Sprichwörter allein reichen natürlich nicht für einen ca. 6-minütigen Vortrag, zumal ich natürlich auch gleichzeitig Werbung für mein Buch machen möchte.

Eine Stelle im Buch gibt es, die indirekt etwas mit Luft oder besser ohne Luft zu tun hat, nämlich wie ich beschreibe, dass mir das Leben in meiner Ehe immer mehr, wie in einem Korsett vorkam, das immer enger geschnürt wurde, so dass mir buchstäblich die Luft zum Atmen wegblieb.

Reicht das? Hm, ein bisschen dünn, die nächsten, die restlichen Minuten mache ich einfach nur eine gute Figur in einem luftigen Kleid? Auch irgendwie nichts.

Was sagt „Google“? Gibt es da etwas mit dem ich arbeiten kann? Ah, Sternzeichen, da gibt es Luftzeichen, interessant. Wasser, Erde und Feuer allerdings auch. Ich stelle fest, dass das Sternzeichen meines verstorbenen Mannes, Zwilling, nicht mit meinem Erdzeichen harmoniert. Ja, heute weiß ich das auch. Hätte ich mal beim Kennenlernen gleich die Sterne befragt. Eigentlich glaube ich eh nicht dran, eher so eine selbsterfüllende Prophezeiung. Aber Stoff für mindestens 60 Sekunden. Passt.

Synonym für Luft ist auch Bewegungsfreiheit und Ellenbogenfreiheit. Hier wird es interessant. Bewegungsfreiheit, bzw. mit der fehlenden, da kann ich einen Bezug zu meinem Buch herstellen. Nämlich immer dann, wenn ich vom Räumen berichte. Mein verstorbener Mann gehörte zu den Sammlern, alles konnte noch gebraucht werden. Das sah dann im Endeffekt so aus, dass bis auf die reinen Wohnräume alle Räume im Haus ein zweites Leben als Lager führten. Ich füge hier einfach ein Zitat aus meinem Buch ein, Kapital „Hausverkauf“:

„Und so sah es bei uns aus. Langsam, aber sicher wurden im Lauf der Zeit alle Räume, Schuppen, Keller vollgestellt, es wurde immer enger, im tatsächlichen und übertragenen Sinne. Was haben mein Sohn und ich nach dem Tod meines Mannes geräumt, aus-, um- und weg, ohne Ende, zumindest schien es am Anfang nie ein Ende zu nehmen. Inzwischen sind wir durch. Vielleicht die eine und andere Ecke oder Schublade noch einmal durchgehen, aber dann langt es auch.“

Ja, das erschien am Anfang eine unlösbare Aufgabe zu sein, das Räumen, aber wir fingen einfach an und hörten bis weit nach dem Umzug und Hausverkauf nicht auf. Heute fragen wir beide uns ab und zu, wie wir das eigentlich schafften. Vor allen Dingen, sobald wir die Fotos von den immer vollen Anhängern betrachten. Und als das Haus dann relativ leer war, ich ‚Luft‘, in diesem Fall ‚Raum‘ hatte, da habe ich verkauft!

Heute lebe ich in einer großen 4,5 Zimmer Wohnung, ich brauche die Luft, den Raum, um mich rum. Mein Schlafzimmer hat so locker 30 m², als ich temporär in das kleine Gästezimmer mit vielleicht 10 m² umzog, kam mir alles so drückend vor. So beengt. Ich habe keine Platzangst, aber angenehm war das Gefühl nicht. Luft- und Bewegungsfreiheit können sich also entsprechen.

Google spuckte übrigens noch einen Begriff aus „Luft-Luft-Wärmepumpe“. Da musste ich dann doch etwas lächeln. Hätte ich in meiner Mietwohnung nicht selbst zwei Klimaanlagen, wie diese Pumpen auch auf neudeutsch bezeichnet werden können, hätte ich wohl nicht gewusst, wovon die Rede ist.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe leistete mir im Winter tatsächlich gute Dienste, wenn die Fußbodenheizung mal wieder zu träge war und eine Decke mir nicht reichte. Und im Sommer macht sie meine Wohnung unter den Dachschrägen kühl. Dann ist es bei mir halt luftig 😉